Füllungstherapie

Füllungstherapie

Sollte ein Zahn durch Karies oder ein Trauma beschädigt worden sein, so können kleine und mittlere Defekte durch Füllungen wieder aufgebaut werden. Hierfür kommen die unterschiedlichsten Materialien in Frage. Lage und Größe des Defekts und die individuellen Ansprüche bezüglich zeitlichem Aufwand, Ästhetik, Verträglichkeit und Haltbarkeit sind die Kriterien für die Auswahl Ihrer optimalen Versorgung.

Selbstverständlich sollte man auch hier die Vorsorge an erster Stelle nennen: Karies durch Prophylaxemaßnahmen verhindern oder sie minimal invasiv, d.h. so klein wie möglich, zu therapieren. Die Kariesfrüherkennung ist schmerzfrei und mit geringem Zeitaufwand realisierbar. Hierfür verwenden wir das Laserfloureszenz-System Diagnodent, ein Kariesdetektor der Firma KaVo.

Kariesentfernung mit dem Laser (wir verwenden den Key3 Er:YAG-Laser von KaVo)

Mit dem Laser können wir in unserer Praxis Karies sanft und meist schmerzfrei entfernen. Ohne Bohrer, Vibration, Bohrgeräusch und ohne Berührung. Ein stark gebündeltes Licht macht es möglich, die Karies einfach “wegzublitzen”. Bei dieser Behandlungsart kann meistens auf eine Betäubung verzichtet werden. Der Laser trägt behutsam die Karies ab, Bakterien werden abgetötet. Das gesunde Zahnhartgewebe wird im Kontaktbereich des Lasers sechsmal härter als vorher. Karies kann sich deshalb an dieser Stelle nicht mehr so schnell neu bilden.

Besonders bei Zahnhalsdefekten, oder bei der Zahnkonditionierung vor dem Kleben von Veneers (Keramikschalen), sowie dem Aufbau von Ecken und Schneidekanten, als auch zur Erhöhung der Haltbarkeit von Kunstofffüllungen und zur Vorbereitung der Fissurenversieglung bei Kindern hat sich diese Methode bestens bewährt.

Beschreibung einiger Füllungsmaterialien:

Amalgam: die “Kassenfüllung” für den Seitenzahnbereich, wird seit über 100 Jahren verwendet.

Es ist eine Legierung aus Quecksilber, Silber, Kupfer, Zinn und Zink. Es ist günstig, einfach zu verarbeiten und sehr haltbar. Amalgam wird heute nicht mehr als zeitgemäß angesehen und es treten immer mehr gesundheitliche und kosmetische Bedenken in den Vordergrund. Amalgamreste müssen wie Sondermüll entsorgt werden. Aus diesen Gründen können wir es nicht empfehlen.

Zahnfarbene Materialien treten in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund.

Kompositfüllungen: sind Hightech-Kunststoffe. Sie bestehen zu 60-80% aus Glas- und Quarz-Teilchen und nur zu rund 20-40% aus bestimmten Kunststoffen.

Für den Seitenzahnbereich sind sie, wie auch die nanogefüllten plastischen Keramiken nur im Adhaesiv-Mehrschichtverfahren zu verarbeiten, eine aufwendige zeitraubende Technik die hohe Anforderungen an die Verarbeitung stellt. Der Vorteil von Kunststoff ist, dass er sich farblich perfekt an die Zähne anpassen lässt, eine hohe Belastbarkeit und Haltbarkeit hat und weder kosmetische noch gesundheitliche Bedenken auftreten. Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht vollständig erstattet, sondern nur der Anteil, den die vergleichbare Amalgamfüllung kosten würde. Ausnahme: Schwere Nieren-Insuffizienz oder nachgewiesene Amalgam-Allergie.

Kompomere: sind ein Gemisch aus Kunststoff und einem Zement. Dieses Füllungsmaterial ist nicht besonders stabil und eignet sich daher eher nur als  provisorische Füllung oder für sehr kleine Füllungen.

Glasionomerzemente oder andere Dentalzemente eignen sich ausschließlich als provisorische Versorgungen oder als Zahnaufbau vor Überkronungen .

Inlays: das Non Plus Ultra in der konservierenden Zahnheilkunde. Die haltbarste, anspruchsvollste aber zeit- und materialintensivste und somit teuerste Versorgung.

Goldinlays werden immer in zwei Sitzungen therapiert, wobei die Anfertigung im Dentallabor erfolgen muss. Eine sehr langlebige Versorgung (bis zu 15 Jahre und länger), seit Jahrzehnten bewährte hochpräzise und randdichte Füllung, aber leider ästhetisch ungenügend (nicht zahnfarben) und kostenintensiv (Goldpreis).

Keramikinlays werden bei hohem ästhetischen Anspruch angefertigt. Keramik ist ein biokompatibles Material, dessen Abrasion und Temperaturleitfähigkeit dem Zahnschmelz ähnlich ist. Es ist ein Werkstoff der ersten Wahl.

Es gibt zwei Herstellungsverfahren:

1. Herstellung des Keramikinlays durch das Dentallabor nach Beschleifen und Abdrucknahme im Mund und Eingliederung in einer weiteren Sitzung, ca. eine Woche später.

2. Herstellung des Keramik-Inlays direkt am Behandlungsstuhl. Diese Chairside-Methode ist das CEREC-System, ein Computer gestütztes Verfahren das wir in unserer Praxis verwenden.

Mit dem Cerec-System lassen sich keramische Inlays in nur einer Sitzung in der Praxis mit größtmöglicher Genauigkeit platzieren. Durch die sofortige Herstellung (ohne lästige Abdrücke) entfällt die unangenehme Zeit eines Provisoriums. Bereits nach ca. 1 1/2 Stunden können Sie die Praxis mit Ihrem neuen Zahn verlassen und dabei auch Kosten sparen durch das Wegfallen etlicher Laborleistungen, des Abdrucks und Provisoriums. Die Cerec-Füllung ist äußerst langlebig und ästhetisch besonders anspruchsvoll.